Die Bodyboard-Leash installieren
Eine Leash sorgt dafür, dass Dein Bodyboard nach einem Sturz nicht von Dir wegtreibt. Deshalb sollte sie vor dem ersten Einsatz korrekt am Board befestigt werden.
Wie Du die Leash richtig installierst, zeigen wir Dir am besten im folgenden Video.
Das Bodyboard wachsen
Muss man ein Bodyboard zwingend wachsen?
Nein, zwingend notwendig ist es nicht. In vielen Situationen kann Wachs jedoch für zusätzlichen Halt sorgen.
Wie viel Wachs Du verwendest und an welchen Stellen Du es aufträgst, ist letztlich eine Frage des persönlichen Fahrstils. Je mehr Tricks und Positionswechsel Du fährst, desto weniger Wachs kann sinnvoll sein, damit Du Dich auf dem Board weiterhin gut bewegen kannst.
Bei einem neuen Bodyboard kann etwas Wachs zunächst besonders hilfreich sein. Die Oberfläche ist bei neuen Boards häufig noch sehr glatt, sodass zusätzlicher Grip von Vorteil sein kann.
Wo wird das Bodyboard gewachst?
Üblicherweise werden die Bereiche gewachst, auf denen Dein Körper beziehungsweise Deine Hände direkten Kontakt mit dem Board haben.
Besonders die Auflagefläche für den Bauch kann im Rautenmuster gewachst werden. Dabei wird das Wachs kreuzweise aufgetragen. Diese Methode verteilt das Wachs gleichmäßig und kann gleichzeitig sparsamer im Verbrauch sein.
Auch an den Rails kann zusätzlich etwas Wachs aufgetragen werden. Je nach Fahrweise kann es sinnvoll sein, dabei auch einen kleinen Bereich an der Unterseite der Rails zu berücksichtigen.
Safer Bodyboarding – Sicherheitstipps
Bevor Du ins Wasser gehst, solltest Du Deinen Körper auf die bevorstehende Belastung vorbereiten. Bodyboarden beansprucht unter anderem Schultern, Arme, Rücken, Bauch, Beine und Nacken.
Ein kurzes Aufwärmen mit leichten Bewegungen und dynamischen Übungen kann dabei helfen, den Körper auf die Belastung vorzubereiten. Beginne beispielsweise mit lockerem Gehen oder Laufen und bewege anschließend Schultern, Arme, Hüfte und Beine kontrolliert durch.
Ein Warm-up kann sinnvoll sein, um den Körper auf die Belastung vorzubereiten. Es bietet jedoch keinen sicheren Schutz vor Muskelkrämpfen. Auch ausreichende Flüssigkeitszufuhr, eine angemessene Belastungsintensität und Pausen können wichtig sein.
Vor Sonne und Auskühlung schützen
Beim Bodyboarden bist Du oft über längere Zeit Sonne, Wind und Wasser ausgesetzt. Auch an bewölkten Tagen kann die UV-Strahlung erheblich sein.
Verwende deshalb einen wasserfesten Sonnenschutz mit ausreichendem Lichtschutzfaktor und trage ihn rechtzeitig vor dem Aufenthalt im Wasser auf. Besonders Gesicht, Ohren, Nacken, Schultern, Rücken und Beine sollten nicht vergessen werden.
Je nach Bedingungen können zusätzlich ein UV-Schutzshirt, eine Kopfbedeckung oder andere geeignete Kleidung sinnvoll sein.
Auch die Wassertemperatur solltest Du berücksichtigen. Ein Neoprenanzug kann den Körper vor Auskühlung schützen und sollte passend zur Wassertemperatur und zur Dauer des Aufenthalts gewählt werden.
Den Spot vor dem Einstieg prüfen
Nicht jeder Strand und nicht jede Welle eignet sich für Anfänger. Informiere Dich deshalb vor dem ersten Einstieg über die Bedingungen vor Ort.
Achte insbesondere auf:
- Strömungen: Gibt es bekannte starke oder ablandige Strömungen?
- Wellen: Wie groß und kräftig sind die Wellen und wie brechen sie?
- Untergrund: Befindet sich Sand, Fels, ein Riff oder ein anderer Untergrund unter und nahe der Wasseroberfläche?
- Wasserstand: Verändern sich die Bedingungen durch Ebbe und Flut?
- Meerestiere: Gibt es in diesem Gebiet bekannte Gefahren durch Quallen, Seeigel oder andere Meerestiere?*
- Lokale Regeln: Gibt es Badezonen, Sperrbereiche oder besondere Hinweise für Wassersportler?
Wenn Du den Spot nicht kennst, können Informationen von Rettungsschwimmern, örtlichen Wassersportlern oder anderen zuverlässigen lokalen Quellen hilfreich sein. Beobachte außerdem zunächst das Wasser, bevor Du selbst hineingehst.
Gefährliche Tiere an Mittelmeer, Atlantik und Nordsee
| Tier | Mittelmeer | Atlantik | Nordsee | Gefahr für Bodyboarder |
|---|---|---|---|---|
| Petermännchen (Trachinus spp.) | 🟠 | 🟠 | 🟠 | hoch – Giftstacheln, vor allem beim Auftreten auf den Fisch |
| Portugiesische Galeere (Physalia physalis) | 🟠 | 🔴 | 🟡 | hoch bis sehr hoch – schmerzhafte Nesseln, selten auch schwere Reaktionen |
| Leuchtqualle (Pelagia noctiluca) | 🔴 | 🟠 | – | mittel bis hoch – schmerzhafte Nesselverletzungen |
| Gelbe Haarqualle / Feuerqualle (Cyanea capillata) | 🟡 | 🟠 | 🔴 | mittel bis hoch – lange Tentakel, schmerzhafte Stiche |
| Kompassqualle (Chrysaora hysoscella) | 🟠 | 🟠 | 🟠 | mittel – kann schmerzhafte Hautreaktionen verursachen |
| Lungenqualle (Rhizostoma pulmo) | 🟠 | 🟡 | – | eher gering bis mittel – Nesselwirkung meist weniger stark |
| Ohrenqualle (Aurelia aurita) | 🟡 | 🟡 | 🟢 | gering – für Menschen meist harmlos bzw. nur leichte Reizung |
Vor dem Einstieg: kurze Checkliste
Bevor Du ins Wasser gehst, kannst Du noch einmal kurz prüfen:
- Leash korrekt am Bodyboard befestigt?
- Bodyboard ausreichend gewachst?
- Körper aufgewärmt?
- Sonnenschutz aufgetragen?
- Passende Kleidung beziehungsweise Neoprenanzug angezogen?
- Wassertemperatur und Wetterbedingungen berücksichtigt?
- Strömungen und andere Gefahren am Spot bekannt?
- Lokale Hinweise und Regeln beachtet?
