New Jersey

      Nic war vor kurzem in New Jersey und hat mir hierzu einen kleinen Bericht geschrieben, den ich nun hier in Vertretung veröffentliche... Viel Spaß beim lesen... Fotos folgen...

      Zwischen meinem 7 bis 14 Lebensjahr bin ich immer mit meiner Familie gegen Anfang September nach Atlantic City - New Jersey – geflogen, um meine amerikanische Familie zu besuchen. Manchmal hatte ich das Glück sehr gute wellen zu surfen. In der Regel ist es dort morgens immer offshore und die Wassertemperatur ist bis Oktober um die 20 grad warm. Die guten Wellen kamen aber immer, wenn die Hurrikans aus Florida den grossen Swell nach Norden schoben. Dieses Jahr hatten wir beschlossen meine Familie in den USA mal wieder zu besuchen, für 10 Tage. Weil ich wusste, dass die Möglichkeit besteht gute Wellen zu bekommen habe ich mein Bodyboard Equipment natürlich mitgebracht.Während der Sintra Portugal Pro hatte ich Dave Hubbard gefragt ob er Kontakte von Local Bodyboardern aus New Jersey weitervermitteln konnte und so habe ich die Bodyboarder und Fotografen Rick Adams und Zach Veneziano kennen gelernt.Wir haben die Wellenvorhersage analysiert und gesehen das mitten im Urlaub ein perfekter 2 Tage Swell auf dem weg war. Da ich noch eine große Erkältung aus Portugal hatte, war das Timing perfekt.Nach den ersten 4 Tagen Familie und Erholung war es endlich soweit. Zach Veneziano holte mich um 7 Uhr morgens vom Haus meines Onkels ab und es ging nach Long Beach Island, eine fast 30 km langer Küstenstreifen nur mit Beachbreaks.Die erste Session war im südlichen Teil der Insel. Es war keiner im Wasser und unglaublich hohle rechte Wellen welche fast 2 Meter hoch und super perfekt brachen, siehe Fotos. Nach fast 3 stunden Tubes kam die Flut und die Wellen hatten sich verschlechtert. Zufrieden mit meiner ersten Session dachte ich „Ok, das war es“, aber Zack sagte „komm las dein Neo an, wir checken ein High-Tide-Spot“. Als wir ankamen habe ich in der Ferne noch einen Spot gesehen und gefragt ob wir den nicht checken könnten. So sind wir hingefahren. Die Wellen waren etwas kleiner, aber dafür gab es viel mehr Wedges (Seitenwellen). Für mich als Bodyboarder ein Traum. Wir waren noch fast 2 Stunden im Wasser. Als wir raus kamen waren wir am verhungern und sind direkt zu Zack´s Lieblingskneipe gefahren um was zu essen. Als wir fertig wahren war es knapp 14.30 und wir hatten noch ca. 3 Stunden Tageslicht. So sind wir zu dem südlichen Teil der Insel gefahren. Ich war ehrlich gesagt schon platt und zufrieden, aber als ich ankam war der Wind perfekt und es brach eine lange Linke die mich an Kelly Slater´s Wave Pool erinnerte. Sobald ich ein paar gute Wellen gesehen hatte, bin ich schnell zum Auto gerannt und in meinen nassen Neo rein. An dem Apot waren viele gute Surfer und wenig Bodyboarder. Ich hatte am Anfang etwas Schwierigkeiten eine gute Welle zu nehmen. Sobald die Ebbe kam, wurden die Wellen schneller und hohler, sodass die Surfer etwas mehr Schwierigkeiten hatten und es sich für mich zu noch einer unglaublichen Session entwickelte. Mit dem Sonnenuntergang auf der anderen Seite der Insel hatten wir für die letzten 30 Minuten ein unfassbar schönes Licht. Der Himmel wurde orange und die Wellen wurden wunderschön bestrahlt. Die Locals nannten es Golden Hour, auch für sie war es ein besonderer Tag gewesen.An dem Abend hatten wir ein strahlen im Gesicht was nicht weg ging und nach 2 Bier waren wir KO.Am nächsten Morgen wussten wir, dass die Wellen, obwohl etwas kleiner und sauber auf dem Wedge Spot, laufen würden und Rick Adams wollte unbedingt eine Session filmen. Da es in der Gegend wenig Bodyboarder gibt, sind wir, nachdem ich voller Muskelkater aus dem Bett kam, direkt ins Wasser und haben noch 3 Stunden super saubere Wellen gesurft (die im Video zu sehen sind).Nach der Session ging es zurück zum Familienprogramm und mein Körper brauchte nach den 2 intensiven Tagen ordentlich Erholung. Das Strahlen im Gesicht blieb natürlich den Rest des Urlaubs.Es bleibt ein super Eindruck von den Wellen und der sehr freundlichen Bodyboarder-Community. Einen riesen Dank an Zach und Rick, dass sie die Wellen mit mir geteilt haben.