• Materialkunde

    von Veröffentlicht: 08.02.2010 21:18


    Kernmaterial

    Dow oder Polyethylen verwendet man für Bodyboards seit den 70'ern. Es ist der Kern für die meisten Einsteiger und Fortgeschrittenen Boards und eignet sich eher für kältere Gewässer wie dem eurpäischem Atlantik, sowie Nord- und Ostsee. Bei zu warmen Wasser neigt es dazu sich zu verziehen, oder sehr weich zu werden. Durch die Verstärkung mit einem Stringer, oder Mesh, kann das Board etwas steifer und haltbarer gemacht werden. Verwendung findet es auch auf der Oberseite und den Rails der meisten Bodyboards. Auch wenn der Kern aus Polypro gefertigt ist, ist die Oberfläche meist aus Polyethylene.

    Crosslink ist ein hochverdichteter Schaumstoff, der durch seine hohe Dichte sich etwas kompakter anfüllt und wasserabweisender ist als normales Polyethylene. Das Material ist etwas stabiler und langlebiger, aber auch teuerer. Firmen pflegen es unter anderen, etwas aufregenderen Namen zu verkaufen (z.B.: Green Cell, Dura Deck, X-Cross Link, HCL, etc.)

    Polypropylen ist das neueste Kernmaterial. Polypro ist wesentlich stabiler und dabei nur halb so schwer wie Polyethylen. Es ist nicht so leicht zu knicken und deshalb auch eines der teuereren Kerne. Viele Firmen bringen dieses Material unter ihren eigenen Fantasienamen auf dem Markt. In den meisten Fällen heißt es aber einfach nur Polypro. Polypro kommt in zwei Formen vor. Als gepresstes Polypro aus Polypropylen Gewebefasern, welches eine sehr gute Projektion und Widerstandsfähigkeit des Boards liefert. Und als perliges Polypro, welches sehr leicht, haltbar, wasserbeständig und in folge dessen auch kostspielig ist. In kaltem Wasser nimmt die Steifheit des PP-Boardes zu, wodurch die nötige Flexibilität verloren gehen kann. Durch seine Dichte ist PP unempfindlicher gegen das eindringen von Wasser und wesentlich haltbarer als Polyethylene.

    PP oder PE ?
    Polyprokerne sind steifer und leichter als Polyethylenkerne und somit haltbarer. PE hat seine guten Eigenschaften in seiner Reaktion und seinem Flexverhalten, was die Kontrolle des Boards verbessert. Bei beiden können Mesh und Stringer hinzugeführt werden, welche das Board versteifen und es haltbarer machen. Es gibt keinen "besseren" Kern. Hier geht es wieder nach dem persönlichen Geschmack und auch den Bedingungen in denen man surft. Polyethylen wird wegen seiner "weichen" Eigenschaften gerne mit Stringer oder einem Mesh verstärkt und bietet gute Eigenschaften in kaltem Wasser, während Polypropylene eher für wärmere Gewässer geeignet ist.


    Slick

    Surlyn, entwickelt vom Chemieriesen Dupont, ist das selbe Material das Golfkugeln bedeckt. Viele Bodyboards sind damit auf der Unterseite ausgestattet. Es ist glatt, sehr Widerstandsfähig und beeinflust positiv die Geschwindigkeit und Projektion des Boards.

    HDPE Hoch verdichtes Polyethylen, sieht und fühlt sich sehr wie Surlyn an, ist aber nicht so flexibel. Zu dem ist es weicher und weniger haltbar wie Surlyn. Es bietet eine sehr gute Führung des Boards, und ist etwas günstiger. Es eignet sich gut zur Verarbeitung mit härteren Kernen oder Kernen mit Stringer.


    Rails

    Neben dem Verhältnis der Rails muss man auf den Winkel achten: Ein flacher Winkel bietet mehr Speed, dafür weniger Kontrolle. Ein steiler dagegen bietet mehr Halt, dafür weniger Speed. Bei 50/50 und 60/40 Rails ist eine gute Balance zwischen beiden Aspekten gegeben. Bei 60/40 bedeutet dies, dass 60% auf der Unterseite und 40% auf der Oberseite des Boards liegen.
    Eine genauer Aufstellung verfügbarer Rails findet man im Artikel weiter unten.


    Tails

    Ein breites Tail verleiht mehr Kontrolle, wogegen ein schmaleres Tail das Board beweglicher für Manöver macht. Die Tails arbeiten nach dem Prinzip: mehr Kantenschärfe für Kontrolle (Crescent-Tail) und mehr Oberfläche für Speed (Bat-Tail). Eine detailiertere Aufstellung findet man im Artikel weiter unten.


    Nose

    Eine breitere Nose - 11 - 13 inches - ist besser für das Proneriding. Die breitere Nose macht das Board stabiler- Eine schmalere Nose - etwa bei 10 inch - macht das Board freier in der Bewegung und somit manöverierbarer. Dieser Shape von Nose ist für das DK-fahren empfohlen. Es muss darauf geachtet werden, dass die Nose nicht zu breit (Geschwindigkeitsverlust) oder zu schmal (kaum kontrollierbar) ist.


    Deck (Boardverhältnis)

    Der Wide Point (breiteste Stelle des Boards) bedingt Auftrieb und die Manöverierbarkeit. Demanch hat ein breiteres Board mehr Auftrieb, ist aber schwerer zu wenden. Der aktuelle und neuere Trend geht in Richtung Boards unter 22“ beim Wide Point, um schneller, aggressiver die Turns zu gestalten und weil das Bodyboarden immer mehr sich auf die kritischen Wellen fixiert.
    Der Nose to Widepoint (Abstand Nose zum breitesten Punkt des Boards) bestimmt das gesamte Shape des Boards. Ein hoher W.P. (Richtung der Nose) bewirkt mehr Oberfläche und bietet dort mehr Stabilität für den Prone-Surfer. Denn beim Proneriding gehen von der Nose die Bewegungen aus (Arm, Oberkörper und schulter). Rückt der W.P. nach hinten, so wird das Board manöverierbarer und somit passender für den DK-Surfer (die Bewegung geht vom Knie aus).


    Stringer/Mesh

    Das Mesh ist eine Art Plastikgewebe, welches zwischen dem Kern und der Ober- oder Unterseite eingearbeitet wird. Das Mesh sorgt für eine höhere Stärke und Haltbarkeit und im gegensatz zu einem Stringer verleiht es dem Board eine gleichmäßig verteilte flexibilität. Der Stringer ist eine Carbonstange, welche im Kern des Boards platziert wird und für eine höhere Stärke, haltbarkeit und flexibilität sorgt, ohne das gewicht zu erhöhen. Jedoch wird die flexibilität auf einen Punkt/linie im Board gesetzt. Bei Prone Boards wird in der Regel nur ein Stringer verwendet, während man bei DropKnee Boards 2 Stringer verwendet um das Board noch weiter gegen verdrehen und biegen zu schützen.


    Channels

    Aussparungen auf der Unterseite des Boards, die helfen, das Wasser so zu lenken, so dass die Leistung erhöht wird. Es gibt viele Formen der Channels, und im Allgemeinen helfen sie auch, sich besser auf der Welle zu halten und die Geschwindigkeit zu erhöhen. Dadurch kann aber die Manövrierbarkeit verringert werden. Mit der richtigen Kombination des Tails wird die negative Wirkung aufgehoben.


    Rocker

    Die Rocker geben an wie flach ein Board ist. In der Regel ist die Nose leicht nach oben angehoben um über der Wasseroberfläche zu liegen. Aber das Tail ist flach und das Board sollte nur einen sehr leichten Rocker (Wölbung) haben. Ein zu großer Rocker mindert die Geschwindigkeit. Der Rocker eines Boards ändert sich hauptsächlich durch die unterschiedliche Anordnung des verwendeten Materials bei Deck, Kern und Bottom. Leider ist es normal das sich das Board mit der Zeit verformt. Beim sogenannten Reverse Rocker bildet das Board einen Buckel und drückt sich somit sehr leicht in die Welle, was das Fahrverhalten stark negativ beeinflußt. Um das heruaszuzögern sollte man das Board kühl und vor allem nur auf der Nase lagern.
    von Veröffentlicht: 08.02.2010 21:28

    Grob gesehen existieren 3 verschiedene Typen von Rails (die wohl am bekanntesten):

    * 60/40-Verhältnis
    ...
    von Veröffentlicht: 08.02.2010 21:31
    Vorschau

    Bat Tail
    Das Bat Tail hat die Form einer Fledermausschwinge und verleiht dem Board eine wesentlich höhere Flexibilität,
    ...